>  mit  dä  Jugend  unterwägs  <

MJAS ist eine eigenständige und sozialraumorientierte Dienstleistung für die Jugend.


«Sozialraum» bezeichnet jenen Raum, in dem sich Menschen bewegen, wo sie wohnen und leben, wo sie aufeinandertreffen oder sich aus dem Weg gehen. Das kann eine Wohnung oder ein Treppenhaus sein, ein Platz oder ein Innenhof, ein Einkaufszentrum, ein Quartier, ein Dorf oder die ganze Region Säuliamt. 


MJAS bietet Unterstützung für Jugendliche und Jugendgruppen in deren Kontext, mit deren Lebenswelt und Lebenssituation. MJAS begleitet und hilft bei der Klärung ihrer Situation, bei der Formulierung eigener Wünsche und Ziele und bei der Klärung eigener Ressourcen.


Sie grenzt sich durch die aufsuchende Tätigkeit zu den bestehenden Angeboten der stationären (räumlichen) Jugendarbeit und sonstigen Beratungs- und Fachstellen ab.

Die Fachleute von MJAS benötigen für eine erfolgreiche Arbeit eine differenzierte Wahrnehmung der individuellen
Lebenswelt und Alltagssituation der Jugendlichen. Dies setzt gut und fachspezifisch ausgebildete Fachleute voraus.

Aufsuchende Jugendarbeit bedeutet in erster Linie Beziehungsarbeit. Dazu muss eine
persönliche Bindung aufgebaut werden, um die Gewohnheiten, den Lebensrhythmus, die Ausdrucksformen und die kulturellen Hintergründe der Jugendlichen zu verstehen.

Ein Vertrauensverhältnis wird dann erreicht, wenn eine
personelle Kontinuität und «Szenenpräsenz» gewährleistet werden kann und die Lebensentwürfe, Regeln und Strategien der Jugendlichen akzeptiert werden.


Aus dem okaj-fokus: Mobile Jugendarbeit, März 2011

Mobile Jugendarbeit ist ein aufsuchendes, lebensweltorientiertes Unterstützungs-, Begleitungs-, und Beratungsangebot, welches sich in der unmittelbaren Kommunikation mit den Jugendlichen flexibel an deren Bedürfnissen und Ressourcen orientiert. Mobile Jugendarbeit ist ein niederschwelliges Angebot der ausserschulischen Jugendförderung. Sie basiert auf Beziehungsaufbau und -pflege, Freiwilligkeit der Inanspruchnahme der Angebote, Partizipation und Förderung der Chancengleichheit. Sie sucht junge Menschen in ihren Aufenthaltsräumen auf und respektiert die dort geltenden, von den Jugendlichen gewählten (Cliquen- und Gruppen-) Strukturen.